Vintage '64

1964: Der 1.FC Köln wurde deutscher Meister und BSG Chemie Leipzig auch. Die Beatles hatten gleichzeitig 13 Singels in den Billboard's Hot 100 und "Goldfinger" lief in den Kinos.
In Harlem und vielen anderen amerikanischen Städten gab es Rassenunruhen während in Kopenhagen Unbekannte der „Kleinen Meerjungfrau“ den Kopf absägten.
Es gab bedeutende Erfindungen wie das Minikleid und die Computermaus und die US-Gesundheitsbehörde behauptete Rauchen verursache Krebs.
Was hat das alles nun mit Jazz zu tun? Fast gar nichts!
Die LP "Getz/Gilberto" kommt auf den Markt und markiert den Höhepunkt der Bossa-Nova-Welle.
Oscar Peterson nimmt seine beste Platte, "We Get Requests" auf und Ella Fitzgeralds Konzert beim Juan-les-Pins Jazz Festival wird zum Glück auch auf eine Solche gepresst.
Hat das was mit Jazz zu tun? Wir denken schon!
Jede Musik steht im Kontext zur der Zeit, in der sie entstandt und was in der Klassik die "Historische Auffürungspraxis" ist, bezeichnet man im Jazz als Respekt vor der Tradition. Was bei Mozart und Bach richtig ist muss nicht bei Mancini und Porter falsch sein!
Wir spielen großartige Songs in der Art und Weise wie sie in den frühen 1960er Jahren gespielt wurden und unsere Individuallität und Kreativität treten im Detail zu Tage.
Das Rad wurde schon erfunden und es ist eine Kunst, dies anzuerkennen.